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Ende einer Rebellion 

 

Hallo mein Name ist Jan, ich bin 22 Jahre alt und seit dem 1.März 2009 Landmaschienenmechanikergeselle und habe in der Zeit vom 1. Juli bis zum 31. Dezember 2010 meinen Grundwehrdienst bei der Bundeswehr in Idar-Oberstein und in Stetten am Kalten Markt absolviert. Ich wohne mit meinen 2 jüngeren Brüdern Jochen 20, Henrik 17, meiner Mutter und meinem Stiefvater im schönen Rot an der Rot das in Oberschwaben zwischen Memmingen und Ochsenhausen liegt.

 

Als ich ca. 7 Jahre alt war und in die Schule ging kam eine schwierige Zeit für unsere Familie, meine Eltern, die sich später scheiden ließen, trennten sich zu dieser Zeit und wir drei Jungs wohnte nun bei unserer Mutter. Ich fing an zu rauchen und auch sonst wollte ich mich nicht an die mir vorgegebenen Grenzen halten, ich übertrat diese bewusst um meine Mutter herauszufordern. Als wir im Jahr 1999 von Thannheim nach Rot umzogen veränderte sich erst mal nicht viel. Ich machte meiner Mutter immer noch das Leben schwer, indem ich meine Brüder immer noch permanent ärgerte und meine Mutter oft zur Verzweiflung trieb. Als sie dann zum Glauben an Jesus Christus kam und in eine Gemeinde ging, fingen manche Dinge an sich zu verändern. Sie hatte nun neue Maßstäbe in ihrem Leben und in unserer Erziehung. Sie legte von da an Wert darauf, dass wir alle zwei Wochen am Samstag in die Jungschar gingen, was allerdings oft mit viel Kampf verbunden war, weil ich zu dieser Zeit sehr ungern zur Jungschar ging.

Sonntags durften wir dann immer zu unserem Vater, was uns vom langweiligen Gottesdienst befreite. In der Jungschar lernte ich das erste Mal wirklich was von Gott und der Bibel kennen, was aber keine Bedeutung für mein Leben hatte. Als ich ca. 14 Jahre alt war, musste ich Freitagabends dann in die Jugendstunde, was bis zum 16. Lebensjahr auch eher unfreiwillig war. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich mich schon öfters nach Freizeiten, die mich angesprochen hatten, bekehrt, was aber dann im Schulalltag keine weitere Bedeutung für mein Leben hatte. Ich erwartete bei mir immer eine gravierende Veränderung, wie manche es in den Zeugnissen ihrer Bekehrung beschrieben hatten. Aber mein Leben verlief zweigleisig und so ging ich samstagabends oft weg und machte auch so manche Erfahrung mit Alkohol. Da mir aber die Weggeherei auch nicht so viel Spaß machte, ging ich oft nur mit um dabei zu sein. Also fing ich an, sonntags mit in die Gemeinde zu gehen und hörte im Gottesdienst viele Dinge, die mich zum Nachdenken brachten und ich begriff langsam, worum es im Leben eines Christen eigentlich geht.

Eines Nachts konnte ich nicht richtig schlafen weil ich wusste, dass wenn ich jetzt sterben würde, ich in die Hölle käme, da mein Leben alles andere als gottgefällig war und ich jeden Tag mehrmals sündigte. Also bat ich Jesus meine Sünden zu vergeben und Herr in meinem Leben zu sein. Die folgenden Wochen änderte sich nicht sehr viel und ich dachte, ich hätte vielleicht etwas falsch gemacht. Aber im Laufe der Zeit merkte ich, wie sich mein Wesen veränderte: ich wurde geduldiger, insgesamt ruhiger und das Ärgern meiner Brüder bereitete mir auch nicht mehr so viel Spaß. Ich merkte einfach, wie sich mein Leben allmählich veränderte. Durch ein befreundetes Ehepaar hatte ich zwei Personen, die mich in dieser Zeit begleiteten und mir, wenn ich entmutigt war oder Probleme hatte, sehr viel weiter halfen. Wann ich mich genau bekehrt habe kann ich nicht sagen, irgendwann zwischen 15 und 17 Jahren. Aber ich weiß, dass ich ein Kind Gottes bin.

 
Jan